Gemeindenachrichten

Bürgermeister Pünderich – Stand der Dinge

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebe Pündericher,

in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates am 23. Juli ist leider die Neuwahl eines Ortsbürgermeisters für die Gemeinde Pünderich nicht zustande gekommen, da es keinen Bewerber oder Bewerberin für dieses Amt gegeben hat. Ebenso kam es aus dem gleichen Grunde nicht zur Neuwahl der Ortsbeigeordneten für die neue Wahlperiode.

Nachdem bis dahin Herr Ortsbürgermeister Werner Lay noch geschäftsführend im Amt war, wurde er am 23. Juli auf eigenen Wunsch aus dem Amt des Ortsbürgermeisters entlassen. In den vergangenen Tagen führten noch die bisherigen Beigeordneten Siegfried Busch und Felix Schnitzius die Amtsgeschäfte des Ortsbürgermeisters der Gemeinde Pünderich weiter. Beide wurden jedoch auf eigenen Wunsch am Montag dieser Woche (28. Juli) ebenfalls aus dem Amt entlassen, sodass das Amt des Ortsbürgermeisters der Gemeinde Pünderich sowie der Stellvertretungsfunktionen der Beigeordneten hierdurch vakant geworden ist.

Nachdem das Gemeindeorgan Ortsbürgermeister der Gemeinde Pünderich durch die Nichtbesetzung dieser drei Positionen seine Aufgaben nicht mehr wahrnehmen kann, hat mich die Kommunalaufsicht der Kreisverwaltung Cochem-Zell mit Schreiben vom 28.07.2014 mit Wirkung zum 29.07.2014 beauftragt, die Aufgaben des Ortsbürgermeisters der Gemeinde Pünderich, zunächst einmal bis spätestens zum Ablauf des 31. Oktober 2014 wahrzunehmen. Diese Bestellung zum Beauftragten umfasst alle Rechten und Pflichten des Ortsbürgermeisters der Gemeinde Pünderich. Diese Beauftragung endet auch bereits früher, wenn ein/e Ortsbürgermeister/in gewählt und in das Amt eingeführt werden kann. Diesem Auftrag werde ich natürlich gerne nachkommen.

Dies ist neben meiner beruflichen Aufgabe als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zell unter zeitlichen Aspekten keine einfache Aufgabe, da ich bereits hierdurch zeitlich sowohl tagsüber, als auch in den Abendstunden und an Wochenenden sehr eingespannt bin. Dennoch möchte ich den Ansprüchen, welche aus dieser zusätzlichen Aufgabe an mich gestellt werden, gerecht werden. Ich freue mich daher auch, dass die Mitglieder des neuen Gemeinderates über ihre eigentliche Aufgabenstellung hinaus mir jegliche Unterstützung zugesagt haben.

Diese Unterstützung erhoffe ich mir natürlich von all meinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern. In dieser gegenwärtigen Situation sind wir Alle als Bürgerinnen und Bürger unserer schönen Gemeinde gefordert, unseren Beitrag für das Gemeinwesen zu erbringen!

Meine erste Sprechstunde in dieser neuen Aufgabe wird am Freitag dieser Woche um 17.00 Uhr im Gemeindehaus stattfinden. In der kommenden Woche wird eine Sprechstunde stattfinden am Dienstag, 05. August, um 18.00 Uhr und eine weitere am Donnerstag, 07. August, um 08.00 Uhr, jeweils eine Stunde. Die Sprechstunden finden auch weiterhin im Gemeindebüro in Pünderich statt. Für die Zukunft werde ich versuchen, für Sprechstunden eine vernünftige Lösung anzubieten. Ob es bei den bisherigen Zeiten verbleibt, kann ich momentan noch nicht sagen. Es wird auf jeden Fall an dieser Stelle bekannt gegeben.

Erreichbar bin ich am einfachsten über mein Sekretariat in der Verbandsgemeindeverwaltung in Zell (Mosel); die Telefonnummer lautet 06542-70143. Über meine Mitarbeiterinnen Frau Klaudia Morsch oder Frau Heike Clementi können auch Gesprächstermine mit mir vereinbart werden. In dringenden Fällen bin ich auch unter der Mobiltelefonnummer 0160 – 821 4876 zu erreichen, wobei ich vorab um Verständnis bitte, dass ich nicht immer auch ein Telefonat annehmen kann. Ich rufe dann jedoch bei nächster Gelegenheit zurück.

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bereits bei unserem bisherigen Ortsbürgermeister Werner Lay für seinen engagierten ehrenamtlichen Einsatz für die Gemeinde Pünderich. Zwanzig Jahre hat er dem Gemeinderat angehört, davon zehn Jahre als Ortsbürgermeister. Es waren sicherlich aufgrund der finanziellen Situation der Gemeinde keine einfachen Jahre, in denen er das Schiff Gemeinde als Kapitän jedoch sehr gut auf Kurs gehalten und mit neuen Ideen weiter entwickelt hat. Daneben war er noch viele Jahre ehrenamtlich als Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Pünderich tätig und hat lange Zeit als Vorsitzender des Festausschusses die Weinkirmes als Hauptfest der Gemeinde verantwortlich organisiert. Die Gemeinde Pünderich ist ihm daher sehr zu Dank verpflichtet. Für eine ansprechende Verabschiedung wird in nächster Zeit noch Gelegenheit sein.

Mein Dank gilt jedoch auch den ausgeschiedenen Beigeordneten und Ratsmitgliedern für ihren Einsatz in den vergangenen Jahren sowie auch dem neuen Gemeinderat für die zugesagte Unterstützung.

Mein erstes und wichtigstes Ziel in diesem Amt wird es sein, eine geeignete Persönlichkeit aus der Gemeinde zu finden, die bereit ist, das Amt des Ortsbürgermeisters oder der Ortsbürgermeisterin zu übernehmen. Wenn dies gelingt, werden wir auch die Gemeindeführung mit den Beigeordneten wieder komplettieren können, da ich weiß dass für diese beiden Positionen durchaus Bewerber vorhanden sind, wenn wir wieder eine/n Ortsbürgermeister/in haben.

Es ist durchaus zulässig, sich bei Interesse am Amt des Ortsbürgermeisters auch selbst „ins Spiel zu bringen“. Für Gespräche hierüber, über die Aufgabenstellung des Ortsbürgermeisters und die mögliche Unterstützung durch die Verwaltung stehe ich selbstverständlich auch sehr gerne zur Verfügung. In dem Zusammenhang sei auch klargestellt, dass das Amt des Ortsbürgermeisters nicht die Mitgliedschaft im Gemeinderat voraussetzt, sondern jede/r wählbare Bürger/in der Gemeinde hierfür in Frage kommt. Ich werde daher den Einen oder Anderen auch selbst hierzu ansprechen.

Für’s Erste bitte ich heute auch um Verständnis, dass ich in dieser neuen Aufgabe leider nicht – wie man dies von meinem Vorgänger Werner Lay gewohnt war – bei jeder Veranstaltung und jedem Termin mit anwesend sein kann, da dies mein Terminkalender aus meiner Hauptaufgabe sicherlich nicht immer zulassen wird. Dennoch werde ich selbstredend versuchen, dieser vorübergehenden zusätzlichen Aufgabe im meinem Heimatort gerecht zu werden.

Dies ist für mich als Pündericher auch eine besondere Verpflichtung.

Mit freundlichem Gruß
Ihr

Karl Heinz Simon

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