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Abschiedskonzert für Eugen Hayer

Die Sänger des MGV „Borussia“ 1863 Pünderich mit ihrem scheidenden Dirigenten Eugen Hayer, der neuen Dirigentin Angelika Schmidt, dem Vorsitzenden Hermann Heimes und dem Vorsitzenden des Sängerkreises Zell Heinz Christ. (in der Mitte vorne von links nach rechts) Foto: Andreas Nachtsheim
Seit 1987 leitete Eugen Hayer den Männergesangverein „Borussia“ 1863 Pünderich. Nun übergibt er die Leitung nach 32 Jahren an seine Nachfolgerin Angelika Schmidt aus Traben-Trarbach. Über drei Jahrzehnte prägte Hayer die pündericher Gesangskultur. Auf eigenen Wunsch wird er nun als Dirigent in den Ruhestand gehen.

Den Abschied Hayers nahmen die Sänger zum Anlass, die vielen gemeinsamen Jahre bei einem Familienabend zu feiern. Ein letztes Mal sang der Chor unter der Leitung seines langjährigen Dirigenten und gab einige seiner Lieblingslieder zum Besten.

Die erste Chorleitung übernahm  Hayer im Jahr 1966 mit dem MGV Senheim-Mesenich. Damals war er Lehrer in Poltersdorf. In den folgenden Jahren kamen immer mehr Anfragen und so übernahm er eine Vielzahl von Chören. Seine Tätigkeiten beschränkten sich aber nicht nur auf das Dirigieren. Er war Kreisjugendpfleger und Kreischorleiter und für eine kurze Zeit  Geschäftsführer des Sängerbundes Rheinland-Pfalz. Nach insgesamt über 50 Jahren als Dirigent und 32 Jahren als Chorleiter in Pünderich gab Eugen Hayer nun sein Abschiedskonzert.

Der Vorsitzende Hermann Heimes fasst die Gefühle der pündericher Sänger zusammen: „Eugen Hayer war einer der prägendsten Dirigenten, die wir je in unserem Verein hatten. Er hatte unglaublich viel Erfahrung und hat durch seine professionelle und ruhige Art tolle Stücke mit uns eingeübt und professionelle Arbeit geleistet. Wir werden ihn vermissen.“

Seine Lebensleistung würdigte der Verein mit der Ernennung Hayers zum Ehrenchorleiter des MGV.

Die Borussen aus Pünderich können nach wie vor erfreut auf eine steigende Mitgliederzahl blicken. Seit einigen Jahren gesellen sich immer mehr junge Sänger zu den wöchentlichen Proben. Neuestes Nachwuchstalent ist der 27-jährige Tobias Hennen, der genau wie sein Vater Detlef Hennen im zweiten Bass singt.

Den Grund für den Zulauf kennt der Vorsitzende Heimes: „Wenn die Jungs aus unserem Dorf langsam zu alt für den Jugendclub werden, dann kommen sie halt zu uns in den Gesangverein, wo sie dann natürlich die allerjüngsten sind. Wir freuen uns, dass der Jugendclub den Vereinsnachwuchs für die anderen Vereine im Dorf heranzieht. Durch die Zusammenarbeit profitiert das ganze Vereinsleben in Pünderich.“ Junge Sänger seien außerdem durch den Dirigenten immer wieder gefördert worden. So durften viele bereits als Solisten auftreten und so ihr Talent unter Beweis stellen. Mit Blick in die Zukunft ergänzt Heimes: „Wir freuen uns jetzt auf unsere neue Dirigentin und auf die neue Herausforderung. Wir werden ganz bestimmt noch viele gute Jahre haben.“

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