Kirchenchor “Cäcilia”

Kirchenchor Cäcilia

Der Kirchenchor „Cäcilia“ ist ein gemischter Chor von 30 Sängerinnen und Sängern. Sie gestalten mit ihrem Repertoire der bedeutendsten Kirchenmusiker alter und neuerer Zeit traditionsgemäß die Festhochamte in der Pündericher Pfarrkirche Maria Himmelfahrt.
Geleitet wird der Chor, der bereits über 100 Jahre das kulturelle Leben in der Gemeinde entscheidend mitprägt, seit 1998 von Joachim Peifer aus Grenderich.

Neben dem geistlichen Liedgut, das natürlich im Vordergrund steht, werden bei den wöchentlichen Chorproben auch weltliche Stücke – seien es Volkslieder oder Kompositionen zeitgenössischer Liedschreiber – gerne einstudiert und gesungen. Besondere Jubiläen und Feierstunden in der Gemeinde sind außerhalb der Gottesdienste Anlässe für so manchen willkommenen Chorauftritt im Laufe des Jahres.


Georg Friedrich Händel
- Halleluja -

G. Groce
- Mit großer Freude -

Johann Sebastian Bach
- Abendlied -
Auf zwei besondere Ereignisse in der Chorgeschichte können die Sängerinnen für die Jahre 2007 und 2008 verweisen. „Rheinland-Pfalz singt mit“ lautete das Motto eines Chorwettbewerbs, den das vierte Radioprogramm des Südwestrundfunks 2007 zum 60jährigen Bestehen von Rheinland-Pfalz ausgeschrieben hat.
Sängergruppe des Kirchenchores Cäcilia im Kloster Weltenburg 2008Kirchenchor Cäcilia beim Straßenweinfest 2007Kirchenchor Cäcilia im Vereinslokal beim SWR4-ChorwettbewerbSängergruppe des Kirchenchores Cäcilia bei Pfarrer Burkard Lenz in Illschwang 2008Kirchenchor Cäcilia Im Finale beim SWR4-Chorwettbewerb in Mainz 2007

Beide Ereignisse sind beispielhaft für den Zusammenhalt im Chor und die gemeinsame große Freude am Gesang. Wer sich dem Pündericher Kirchenchor „Cäcilia“ anschließen möchte, ist als aktives oder förderndes Mitglied herzlich willkommen.

Geschichte des kath. Kirchenchores “Cäcilia”

Die ersten Aufzeichnungen über einen Kirchenchor in Pünderich finden wir in den Statuten des MGV “Borussia” 1863 von 1873, § 13, dort heißt es:”Die aktiven Mitglieder des Gesangvereins bilden zugleich den Kirchenchor und sind dieselben berechtigt, den für die Chor-Sänger bestimmten Platz in der Kirche einzunehmen. Beim Austritt aus dem Verein verlieren die Mitglieder selbstredend auch das Recht, den erwähnten Platz in der Kirche zu benutzen und haben dann sofort den erwähnten in der Kirche zu verlassen und sich auf einen anderen zu begeben.

(Diese Aufzeichnung lässt darauf schliessen, dass es in Pünderich vor der Gründung des Männergesangvereins keinen selbstständigen Kirchchor gegeben hat.)

In einem weiteren Eintrag in der Vereinschronik des MGV PÜnderich heißt es: “Differenzen mit Hochwürden Herrn Pastor Höffling, der die gesangliche Qualität des Chores in der Kirche, den Rückganng von 4-stimmigem Gesang beklagte wird in einem Rechtfertigungsschreiben an den wohllöblichen Kirchrath die Auffassung des MGV mit Frage und Antwort mitgeteilt”. Schlußsatz: “Wir gerne bereit sind, sofort freiwillig aus dem Kirchen-Chore auszutreten. (PÜnderich, den 30. Mai 1875)

Die nächste Angabe über den Kirchenchor Pünderich erfolgt im 1. Chronikbuch, S. 138 bei der Generalversammlung vom 7.1.1893. Hier heisst es u.a.: “… zuerst machte der Schriftführer bekannt, dass sich das MItglied Heinrich Josef Schneiders, zugleich Dirigent des Kirchen-Chores, bereit erklärt habe, den Verein von jetzt ab dirigieren zu wollen.”

(Die Gründung eines selbstständigen Kirchenchores muss daher in der Zeit zwischen diesen beiden Daten, also 30.5.1875-7.1.1893 liegen) Genauere Angaben sind leider nicht zu ermitteln.

Kirchenkonzert

Weitere Aufzeichnungen aus dem Chronikbuch des MGV: Auf Wunsch des Kirchenchores gestaltete der MGV zusammen mit dem Kirchenchor das Sterbeamt und die Beerdigung von Pastor Höffling, der nach fast dreißigjährigem Wirken in Pünderich am 20. März 1901 starb. Ein vierstimmiges Miserere und ein vierstimmges Requiem gehörten zu den gemeinsamen gesungenen Werken beider Chöre.

Mit der Einführung des neuen Pastors, Herrn Theodor Kerpen am 11. März 1902 brachten beide Chöre ein Begrüßungsständchen gemeinsam zum Gehör.

Da der Kirchenchor nie als eingetragener Verein existierte, fehlen weiteres Aufzeichnungen über die Tätigkeit des Chores. Es ist jedoch unzweifelhaft erwiesen, dass der Kirchenchor auch nach dem Jahre 1902 weiterbestand und bis heute besteht. In Recherchen zusammen mit dem früheren Chorleiter, Hauptlehrer i.R. Alois Friesenhahn und der heutigen Vorsitzenden Cilli Kehsler konnten noch weitere, wenn auch unvollständige Daten ermittelt werden.

Tatsache ist, dass meistens die jeweiligen Organisten auch musikalischer Leiter des Kirchenchores waren. So vermutlich von 1904-1914 und von 1918-1926 Adolf Butzen. Von 1926-1940 haben Leopold Feiden und später sein im zweiten Weltkrieg gefallener Sohn Jakob Feiden, den Kirchenchor musikalisch geleitet. Nach 1940 bis 1944 hat diese Tätigkeit Leopold Feiden alleine wahrgenommen. Ab 1944 bis zu seinem Tod am 3.3.1952 hat wiederum Adolf Butzen den Chor geleitet.

Nach dem Tode Adolf Butzen beauftragte der damalige Pfarrer von Pünderich, Dechant Josef Kratz, den Leherer Alois Friesenhahn mit der Wahrnehmung des Amtes als Organist und Chorleiter des Kirchenchores. Friesenhahn übte beide Ämter bis zu seiner Krankheit im Jahre 1986 aus.

Danach übernahm Dr. Wilhelm Mense die beiden Ämter bis zum Jahre 1995. Nach seinem Ausscheiden war das Amt des Chorleiters eine Zeitlang vakant, bis im März 1996 Jürgen Rehberg aus Traben-Trarbach den Chor übernahm. Er übte dieses Amt nur bis zum Juni 1998 aus. Seit 1998 wird der Chor von Joachim Peifer aus Grenderich geleitet.

Der Kirchchor hatte seit seinem Bestehen keinen gewählten Vorstand. Dies sollte sich jedoch 1987 ändern. In den frühen 50er und 60er Jahre übte Heinrich Lenz-Dahm das Amt des Vorsitzenden aus. Danach war Norbert Zimmer bis zum Jahre 1987 Vorsitzender. Als er wegen seiner Krankheit diese Tätigkeit nicht mehr ausüben konnte, wählten die Mitglieder erstmals einen Vorstand.

1. Vorsitzender von 1987-97 Winfried Simon
1. Vorsitzende von 1997-98 Claudia Hennen
1. Vorsitzende seit 1998 Cilli Kehsler

Seit dem Jahre 1998 hat sich der Kirchenchor auch für inaktive Mitglieder geöffnet. Zur Zeit gehören dem Chor an: 34 aktive Sängerinnen und Sänger und 16 inaktive Mitglieder.

Erwähnen ist noch die Tatsache, die nur mündlich überliefert ist und zwar durften seit den Gründerjahren nur unverheiratete Frauen und Männer im Chor mitsingen. Dies hat Herr Friesenhahn bei der Übernahme des Chores im Jahre 1952 sofort abgeschafft. Seit dieser Zeit singen nicht nur verheiratete Männer, sondern auch verheiratete Frauen im Kirchchor mit.